Freitag, 27.2.2009, 20 Uhr - Kursaal
Elisabeth Wimmer, Sopran
Markus Brutscher, Tenor
Klaus Mertens, Bass
Chorus sine Nomine
Orfeo Barockorchester (Leitung Michi Gaigg)
Leitung: Johannes Hiemetsberger

Joseph Haydn: Oratorium „Die Jahreszeiten“
In Zusammenarbeit mit der Brixner Initiative Musik und Kirche
Chorus sine Nomine
Die Seele des Chorus sine nomine ist der Ensemblegeist, der die gemeinsame Entwicklung zum Konzept für die Organisation des Chores erhoben hat, der den einzelnen Sänger fordert, ihm seinen Fähigkeiten entsprechend in kleinen Formationen verantwortungsvolle solistische Aufgaben überträgt.
Möglich ist dieses fruchtbare Miteinander von kollektivem und individuellem Musizieren, von „Groß“ und „Klein“ durch ein buntes und abwechslungsreiches Arbeitsfeld, durch ein Programm, dessen Vielfalt am besten durch einige Auszüge aus der Chronik verdeutlicht werden kann: als Herzenssache galt und gilt die A-cappella-Welt. Dort ist der Chorus sine nomine zuhause, und von dort aus macht er Ausflüge – seit über zehn Jahren am Landweg quer durch Österreich, zwischendurch aber auch per Jet nach Taiwan, Italien, Deutschland, Frankreich und in die USA. Als wertvolle „Tankstellen“ haben sich dabei die internationalen Chorwettbewerbe erwiesen, Preise und Auszeichnungen bestärkten den Chorus sine nomine auf seiner Route (Florilege Vocal de Tours 1996, Spittal/Drau 1997, Ferdinand Grossmann Preis 2000) und ließen ihn zu neuen Ufern aufbrechen (1.Preis beim EBU-Chorwettbewerbs „Let the Peoples Sing“ 2001).
Die Programmierung von Alt und Neu bekam in der unmittelbaren Vergangenheit durch die Zusammenarbeit mit zeitgenössischen österreichischen Komponisten eine für den CSN neue, wertvolle Dimension: Manfred Länger, Wolfram Wagner, Herwig Reiter und Wolfgang Sauseng schreiben für den CSN-Chor.
Zusammenarbei mit: Michael Gielen, C. Heinz Karl Gruber, Yakow Kreizberg, Bertrand de Billy, Michael Boder, Thomas Rösner, Claus Peter Flor, der Musikalischen Jugend Österreichs (Jeunesse), dem Wiener Konzerthaus, derGesellschaft der Musikfreunde, Festivals wie Osterklang, Klangbogen Wien, Brucknerfest Linz, dem Rheingau Musikfestival und Orchester wie dem RSO Wien, dem Brucknerorchester Linz.

Johannes Hiemetsberger
Gründer und künstlerischer Leiter des Chorus sine nomine und der COMPANY OF MUSIC
ao Univ Prof für Chor- und Ensembleleitung an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien
International als Referent auf und Leiter von Vokalwochen und Chorleiterkursen (Europa Cantat in Frankreich und Spanien) sowie Workshops (Philippinen, Taiwan, Italien) tätig. Von 1995-2005 künstlerische Leitung der Vokalwoche Cantata in Kaltenberg, Oberösterreich, 2000-2005 Leiter des oberösterreichischen Landesjugendchors. Als Dirigent Zusammenarbeit mit Orchestern wie der Camerata Salzburg, den Bläsern der Wiener Symphoniker, der Wiener Akademie, dem Ensemble Tonus und anderen. Konzerte bei den Salzburger Festspielen Pfingsten & Barock, der styriarte, der Musikalischen Jugend Österreichs (Jeunesse), dem Internationalen Brucknerfest in Linz, dem Ravenna Festival oder dem Festival dell' Aurora (Italien). Preisträger des Erwin-Ortner-Fonds sowie des Ferdinand Grossmann-Preises.

 

L'Orfeo Barockorchester
Seit seiner Gründung 1996 hat sich das international besetzte L'Orfeo Barockorchester einen Platz unter den führenden Ensembles der Historischen Aufführungspraxis erspielt. Die Synthese aus Repertoire und Pionierarbeit ist ein Markenzeichen der Konzertprogramme und CD-Einspielungen von L'Orfeo. Mit seiner Diskographie, die von der Suite des französischen Barock - einer besonderen Vorliebe des Orchesters - über die Sinfoniades musikalischen Sturm und Drang bis zur Literatur der Klassik und frühen Romantik reicht, setzt das Ensemble seit 1997 Akzente. Darunter einige Weltersteinspielungen, ausgezeichnet u.a. von Diapason, Pizzicato (Supersonic Award), Choc du Monde de la Musique und Radio Österreich 1 (Pasticcio-Preis).
Hohes interpretatorisches Niveau, Farbenreichtum und Klangsensibilität werden dem Orchester von Publikum und Presse immer wieder bestätigt. Ensemblegeist und die enge Bindung an seine Gründerin und Leiterin Michi Gaigg sind die Basis einer erfolgreichen künstlerischen Arbeit.
Die wichtigsten Stationen in letzter Zeit: Prager Frühling, Schleswig-Holstein Musik Festival, Schwetzinger Festspiele, Rheingau Musik Festival, Tage Alter Musik Regensburg, Internationale Händel-Festspiele Göttingen, Internationale Barocktage Stift Melk, Styriarte, Philharmonie Köln, Festspielhaus Baden-Baden, Luzern, München, Zürich, Kapstadt, Johannesburg, Palao de la Música Catalana, Musikverein Wien und Wiener Konzerthaus.

Müller-Brühl und anderen. 2005/ 2006 war Markus Brutscher am Teatro Real in Madrid als Monostatos in Mozarts "Zauberflöte" zu sehen sein, in Stuttgart an der Staatsoper, hier ebenfalls als Monostatos in Mozarts "Zauberflöte", in Basel in Brecht/Weills "Mahagony", sowie in Japan bei mehreren Aufführungen des Messias mit dem Tokyo Symphonie Orchestra. Die Fachpresse lobt einhellig Markus Brutschers hohe Musikalität, das außergewöhnliche Timbre seiner Stimme, sowie seine stimmtechnische und stilistische Souveränität, die er in allen Sprachen beherrscht. Eine mehr als 50 Aufnahmen umfassende Diskografie dokumentiert die Vielseitigkeit des Sängers.
Elisabeth Wimmer, Sopran
In Oberösterreich geboren, Besuch des Musikgymnasiums in Linz, seit 2003 Studium bei Elisabeth Kovacs und Julia Bauer-Huppmann an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, sowie bei Janis Kelly am Royal College of Music London.
Mitwirkung in Opern- und Operettenproduktionen wie „Ariodante“ von G. F. Händel (Ginevra), als Servilia in „La clemenza di Tito“ von Mozart, als Susanna in „Le nozze di Figaro“, als Zerlina in „Don Giovanni“, in Purcells Oper „Dido and Aeneas“ als Dido oder als Valencienne in der „Lustigen Witwe“ von F. Léhar.
Kirchenkonzerte u.a. mit Werken von Bach, Haydn, Mozart, Schubert und Saint-Saens. Meisterkurse bei Kurt Widmer, Merlyn Quaife, Claudia Visca, Joan Rogers und Ann Murray. Engagements beim Musiksommer Bad Schallerbach, in der Konzertreihe Musica Sacra in Linz und beim Carinthischen Sommer in der Stiftskirche Ossiach.
Markus Brutscher, Tenor
Frühe musikalische Ausbildung bei den Regensburger Domspatzen und den Augsburger Domsingknaben, anschließend Studium an der Berliner Hochschule für Musik Hans Eisler bei Norma Sharp, in London bei Rudolph Piernay und in Maastricht bei Mya Besselink Gesang studierte.
Heute tritt Markus Brutscher in allen bedeutenden Musikzentren Europas, den Vereinigten Staaten und Asiens auf. Er ist ständiger Gast renommierter Festivals, unter anderem in Berlin, Leipzig, Halle, Ansbach, Salzburg, Madrid, Boston, Toronto, Rio de Janeiro, Japan und Israel. Markus Brutscher gastierte mit der Wiener Akademie beim Osterklangfestival in Wien, sowie im Rahmen der Veranstaltungen der Europäischen Kulturhauptstadt Salamanca, darüber hinaus mit dem Kölner Kammerchororchester in der Kölner Philharmonie und im Theatre des Champs Elysees in Paris. Eine kontinuierliche Zusammenarbeit verbindet ihn mit führenden Orchestern in Europa und Amerika, sowie mit herausragenden Dirigenten wie Andrew Parrot, Frieder Bernius, Robert King, Peter Neumann, René Jacobs, Michael Schneider, Gary Bertini, Hermann Max, Helmuth Rilling, Martin Haselböck, Helmut
Klaus Mertens, Bass
Klaus Mertens, geboren in Kleve/Niederrhein, begann unmittelbar nach dem Studienabschluss seine beeindruckende Karriere, mit reger Konzerttätigkeit im In- und Ausland. Seitdem gilt er als namhafter und gefragter Interpret insbesondere der barocken Oratorien­literatur. So erfolgte unter verschiedenen Dirigenten die mehrfache Aufnahme der großen Bach’schen Vokalwerke. Im Oktober 2003 beendete er die Gesamteinspielung des Bachschen Kantatenwerkes mit dem Amsterdam Baroque Orchestra unter der Leitung von Ton Koopman. Dieses Projekt, welches sich über 10 Jahre erstreckte und mit dem auch große Tourneen in Europa, Amerika und Japan verbunden waren, markiert ein ganz besonderes Highlight in seiner sängerischen Karriere, geschah es hier doch zum ersten Mal überhaupt, dass ein Sänger das gesamte vokale Œuvre Johann Sebastian Bachs für die CD einspielte und im Konzert sang. Klaus Mertens widmet sich zugleich mit großem Erfolg dem Liedgesang von seinen Anfängen bis zur Moderne. Sein Repertoire im Konzertbereich spannt einen großen Bogen von Monteverdi bis zu zeitgenössischen Komponisten, welche ihre Werke teilweise sogar dem Sänger widmen.Dabei gilt sein besonderes Interesse der Entdeckung, Hebung und Wiederbelebung bisher nicht
gehörter Musik. Regelmäßig arbeitet Klaus Mertens mit vielen renommierten Orchestern und Dirigenten in der Welt zusammen. Er ist gern gesehener Gast bei den bedeutenden internationalen Festivals. Seine Diskografie von derzeit mehr als 140 CD’s und DVD’s sowie zahlreiche Rundfunk- und Fernsehaufnahmen belegen Klaus Mertens’ Kompetenz als vielseitigen Sänger.